Meaning of the term

name of the term: Fluor

Kurze Einführung

  • Fluor ist ein Spurenelement mit dem Symbol F, das vor allem in Knochen und Zähnen vorkommt.
  • In der Natur kommt Fluor im Boden, im Wasser und in Nahrungsmitteln vor, doch es kann auch im Labor künstlich hergestellt werden und wird dann meist dem Trinkwasser, Zahnpasta und Mundspüllösungen zugesetzt.

Vorwiegende Quellen in der Nahrung

  • Gute Quellen: Tee und Meeresfische, die mit Gräten verzehrt werden (z. B. Sardinen), und Traubensaft.
  • Bei der Fluoridierung von Trinkwasser handelt es sich um den kontrollierten Zusatz von Fluor zum Trinkwasser zwecks Kariesprophylaxe. Viele Länder haben Trinkwasser-Fluoridierungsprogramme. In Bereichen, in denen das Trinkwasser nicht mit Fluor angereichert wird, kann Fluor als Nahrungsergänzungsmittel gegeben werden.

Hauptfunktion

  • Wichtig für die allgemeine Knochenstabilität, da es die Knochenbildung fördert, eine frühere Knochenbildung anregt und die Wirbelsäulendichte erhöht.
  • Spielt als wichtiger Bestandteil des Zahnschmelzes (der harten Aussenschicht der Zähne) eine Rolle bei der Kariesprophylaxe.
  • Bei der Mineralisierung von Knochen und Zähnen bildet sich aus Kalzium und Phosphor zunächst ein Kristall, das sogenannte Hydroxyapatit. Durch den Einbau von Fluor in die Struktur entsteht eine noch festere Struktur, die Knochen und Zähnen ihre Stabilität (Widerstand gegen Karies, Plaque und Erweichung) verleiht.

Mangelerkrankungen

  • Beim Menschen zeigt sich ein Fluormangel einzig in einem erhöhten Risiko für Karies, und zwar in jedem Alter.
  • Bestimmte Bakterien im Zahnbelag (Zahnplaque, eine schleimige Auflagerung von Bakterien im Mund) können Kohlenhydrate in organische Säuren umwandeln, die den Zahnschmelz angreifen.
  • Ohne Behandlung können die Bakterien in tiefere Schichten des Zahns bis ins Zahnmark eindringen.
  • Erkrankungen der Zähne können zu weiteren Gesundheitsproblemen führen. Unbehandelter Karies kann mit starken Schmerzen, Infektionen, Verlust der Zahnsubstanz und Ernährungsproblemen einhergehen.
  • Einige Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen Fluormangel und Osteoporose (Knochenschwäche und erhöhte Gefahr von Knochenbrüchen aufgrund einer zu geringen Knochenmineraldichte) hin.

Empfohlene Tagesdosis

Aktuelle Richtlinien für die Nährstoffzufuhr (Dietary Reference Intakes, DRIs) 
Institute of Medicine (IOM)

AlterskategorieTagesdosis

Schwangerschaft
Stillzeit

3 mg (AI)
3 mg (AI)
Säuglinge 6 – 12 Monate0.5 mg (AI)
Kinder
 1 – 3 Jahre
 4 – 8 Jahre
0.7 mg (AI)
1.0 mg (AI)
Männer
 9 – 13 Jahre
14 – 18 Jahre
19 – 30 Jahre
31 – 50 Jahre
50 – 70 Jahre
> 70 Jahre
2.0 mg (AI)
3.0 mg (AI)
4.0 mg (AI)
4.0 mg (AI)
4.0 mg (AI)
4.0 mg (AI)
Frauen
 9 – 13 Jahre
14 – 18 Jahre
19 – 30 Jahre
31 – 50 Jahre
50 – 70 Jahre
> 70 Jahre
2.0 mg (AI)
3.0 mg (AI)
3.0 mg (AI)
3.0 mg (AI)
3.0 mg (AI)
3.0 mg (AI)

 

AI = angemessene Aufnahme (Adequate Intake).

Synonyms: Fluor

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