Meaning of the term

name of the term: AMF

Kurze Einführung

  • In Säuglingsanfangsnahrungen verwendet man neben Pflanzenölmischungen vermehrt Kuhmilchfett.
  • In Säuglingsanfangsnahrung kann Kuhmilchfett in Form von AMF (wasserfreies Milchfett) zugesetzt werden (so wie in HOCHDORF Säuglingsanfangsnahrungen). AMF ist ein natürliches Milchfett, das Triglyceride und weitere Bestandteile wie Cholesterin und fettlösliche Vitamine enthält.
  • Die Kombination von Pflanzenölen und AMF ermöglicht eine Fettsäurezusammensetzung, die optimal auf die Bedürfnisse von Säuglingen zugeschnitten ist und dem Fettsäuremuster der Muttermilch sehr nahekommt. 

Vorwiegende Quellen in der Nahrung

  • AMF ist eine Ingredienz, die direkt aus frischem, qualitativ hochwertigem Rahm gewonnen wird.

Hauptfunktion

  • Ein Triglycerid besteht aus drei Fettsäuren-Moleküle, die an ein Glycerin-Gerüst gebunden sind. Das Glycerin-Gerüst besitzt drei Positionen, an die sich die Fettsäuren binden können: Zwei äussere Positionen (Alpha/α-Positionen oder sn-1- und sn-3-Positionen) und eine innere Position (Beta-/β-Position oder  Position sn-2).
  • Die Struktur der Triglyceride beeinflusst die Verdauung und Resorption der Fettsäuren.
  • Die Fettsäuren in den sn-1- und sn-3-Positionen werden aus dem Glycerin-Gerüst abgespalten, während jene in der sn-2-Position verbleiben.
  • Muttermilch ist eine reiche Quelle von Palmitinsäure (C16:0), die hauptsächlich an die sn-2-Position gebunden ist. In Pflanzenölen findet man an den sn-1- und sn-3-Positionen hauptsächlich langkettige gesättigte Fettsäuren. Palmitinsäure aus Palmöl ist vorwiegend an die sn-1- und sn-3-Positionen der Triglyceride gebunden.
  • AMF ist reines, natürliches Milchfett, bei welchem sich, wie bei der Muttermilch, an der sn-2-Position Palmitinsäure befindet. Diese Triglyceridstruktur ist für die Verdauung und Absorption ideal. Darüber hinaus ist AMF eine natürliche Quelle für fettlösliche Vitamine und Cholesterin, die beide für das gesunde Wachstum von Säuglingen unerlässlich sind.
  • Studien an Frühgeborenen und voll ausgetragenen Neugeborenen belegen die günstige Wirkung von beta-Palmitat auf die Fett- und Kalziumabsorption, die Härte des Stuhls (es bilden sich weniger fäkale Kalziumseifen und der Stuhl ist weicher) sowie die Knochenfestigkeit. Darüber hinaus kann beta-Palmitat in den ersten Lebenswochen die mikrobielle Zusammensetzung der Darmflora beeinflussen, indem das Wachstum der «guten Bakterien» Bifidobakterien und Laktobazillen angeregt wird. Dies wirkt sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Säuglingen aus, die mit industriell hergestellter Säuglingsmilch gefüttert werden.

Mangelerkrankungen

  • Häufig werden die Begriffe Eisenmangel, Eisenmangelanämie und Anämie synonym verwendet. Dies reicht von der Erschöpfung des Eisenspeichers (ohne gesundheitliche Folgen) bis zu einem Eisenmangel mit Anämie (unzureichender Eisenvorrat für die Beförderung der roten Blutkörperchen, der Einfluss auf mehrere Organsysteme ausübt). Sind die Eisenspeicher im Körper erschöpft, entwickelt sich eine Anämie.
  • Eisenmangel gilt als Mangelernährung mit grosser Bedeutung für die weltweite Volksgesundheit und mit ernsthaften Folgen.
  • Die Ursache bei Erwachsenen können Blutungen (einschliesslich Blutverlust durch Monatsblutungen) und eine unausgewogene Ernährung sein (Säuglinge, Kinder, Mädchen in der Pubertät und Schwangere).
  • Ein Eisenmangel entwickelt sich nach und nach. Anfangs können Symptome noch ganz ausbleiben oder milde Symptome auftreten. Dazu gehören Blässe, Schwäche, Kopfschmerzen, niedrige Körpertemperatur, Reizbarkeit und Müdigkeit. Dies kann das Wachstum beeinträchtigen und langfristig Einfluss auf die Verhaltensentwicklung und neuronale Entwicklung haben. Studien an Säuglingen deuten darauf hin, dass diese Folgen irreversibel sind.

Empfohlene Tagesdosis

Aktuelle Richtlinien für die Nährstoffzufuhr (Dietary Reference Intakes, DRIs) 
Institute of Medicine (IOM)

AlterskategorieTagesdosis

Schwangerschaft27 mg (RDA)
Stillzeit
14 – 18 Jahre
19 – 50 Jahre
10 mg (RDA)
9 mg (RDA)
Säuglinge 6 – 12 Monate11 mg (RDA)
Kinder
 1 – 3 Jahre
 4 – 8 Jahre
7 mg (RDA)
10 mg (RDA)
Männer
 9 – 13 Jahre
14 – 18 Jahre
19 – 30 Jahre
31 – 50 Jahre
50 – 70 Jahre
> 70 Jahre
8 mg (RDA)
11 mg (RDA)
8 mg (RDA)
8 mg (RDA)
8 mg (RDA)
8 mg (RDA)
Frauen
 9 – 13 Jahre
14 – 18 Jahre
19 – 30 Jahre
31 – 50 Jahre
50 – 70 Jahre
> 70 Jahre
8 mg (RDA)
15 mg (RDA)
18 mg (RDA)
18 mg (RDA)
8 mg (RDA)
8 mg (RDA)

 

RDA = Empfohlene Tagesdosis (Recommended Dietary Allowance).

Synonyms: natürliches beta-Palmitat, natürliches β-Palmitat, wasserfreies Milchfett

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